Welche Rolle standardisierte Mehrwegsysteme in der Lebensmittelbranche spielen können
Die Anforderungen an Verpackungen verändern sich. Steigende Rohstoff- und Energiekosten, strengere regulatorische Vorgaben und wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen führen dazu, dass immer mehr Hersteller nach wirtschaftlichen Alternativen zu klassischen Einwegverpackungen suchen.
Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Initiative „Glas kann mehrWeg“. Mehr als 20 Hersteller aus den Bereichen Obst- und Gemüsekonserven, Feinkost, Speiseöle, Essige, Senf und Saucen haben sich zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Glas-Mehrwegsystem für vorverpackte Lebensmittel im Handel zu etablieren.
Standardisierung als Schlüssel zum Erfolg
Damit Mehrwegsysteme in großem Maßstab funktionieren, müssen alle Beteiligten entlang der Lieferkette zusammenarbeiten. Entscheidend sind dabei standardisierte Behälter, einheitliche Prozesse und eine effiziente Rückführung der Verpackungen.
Das Prinzip ist einfach:
- Hersteller befüllen standardisierte Mehrweggebinde.
- Die Produkte werden wie gewohnt im Handel verkauft.
- Verbraucher geben die leeren Gebinde über bestehende Pfandautomaten zurück.
- Die Verpackungen werden gesammelt, gereinigt und erneut in den Kreislauf eingebracht.
Nur durch standardisierte Lösungen lassen sich solche Kreisläufe wirtschaftlich und skalierbar betreiben.
Mehrweg wird wirtschaftlich immer attraktiver
Die Rahmenbedingungen für Einwegverpackungen verändern sich spürbar. Steigende Verpackungslizenzkosten, höhere Energiepreise und die zunehmende CO₂-Bepreisung erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf klassische Einweglösungen.
Mehrwegsysteme bieten hier einen entscheidenden Vorteil: Verpackungen werden nicht nur einmal genutzt, sondern durchlaufen zahlreiche Umläufe. Durch die mehrfache Nutzung der Verpackungen kann der Bedarf an Neuproduktionen reduziert werden. Die tatsächliche Umweltwirkung eines Mehrwegsystems hängt unter anderem von Umlaufzahlen, Transportwegen, Reinigung und dem jeweils verglichenen Einwegsystem ab.
Studien zeigen zudem erhebliche ökologische Potenziale. Allein bei vorverpackten Lebensmitteln könnten jährlich bis zu 710.000 Tonnen Verpackungsabfall und 409.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Darüber hinaus lassen sich die durch Verpackungen verursachten Treibhausgasemissionen um bis zu 58 Prozent reduzieren, wenn Einweggläser durch Mehrweggebinde ersetzt werden.
Mehrweg braucht die passende Logistik
Neben den eigentlichen Verpackungen spielen auch Transport- und Mehrwegkästen eine zentrale Rolle. Sie sorgen dafür, dass Glasgebinde während Transport, Lagerung und Rückführung sicher gehandhabt werden können und unterstützen effiziente Logistikprozesse innerhalb des Mehrwegkreislaufs.
Gerade bei steigenden Umlaufzahlen sind robuste, langlebige und standardisierte Mehrweglösungen ein wichtiger Baustein für die Wirtschaftlichkeit des gesamten Systems.
Ihr Partner für Mehrweg- und Logistiklösungen
Wir freuen uns über den Austausch zu neuen Projekten und unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Mehrweg- und Logistiklösungen für ihre jeweiligen Produkt- und Prozessanforderungen.
Sprechen Sie uns gerne an!

